Leistungskurs Musik

Musik-Leistungskurse 11 und 12l

Seit vielen Jahren wagt eine beachtliche Zahl von Schülerinnen und Schülern das "Abenteuer Musik" im Leistungskurs der Gymnasialen Oberstufe. Dieser Schatz ist im weiteren Umkreis nur am EGE zu haben:

♫ Fünf Stunden intensiver Musikunterricht pro Woche

♫ Tiefe Einsichten in die klingende Kunst, Musikerfahrungen vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert

♫ Weitreichende Auseinandersetzungen mit musikhistorischen, musikpsychologischen, musiksoziologischen und musiktheoretischen Fragestellungen

♫ Gemeinsames Musizieren auf hohem Niveau in der kleinen Gruppe der Musik-Leistungskurse

♫ Aufführung eigener Konzertprogramme mit Musik quer durch alle Epochen und Genre

♫ Gemeinsame Konzertbesuche

♫ Absolvieren des Sächsischen Zentralabiturs mit Schriftlicher Klausur und praktischer Prüfung

Und  wir veranstalten auch Unerhörtes: so im vergangenen SChuljahr ein Theaterprojekt zu 2 Jubilaren des Jahres, die eigentlich miteinander gar nichs zu tun haben: Kleist und Liszt. Wie das geht? Schaut mal HIER! kleist-liszt

 

 

 

 

 

 

Und noch was war besonders: in diesem Schuljahr gab es wieder eine Leistungskursfahrt: nach Berlin:Schööön!

Da die Tutorgruppe von Herrn Zwiener gleichzeitig den komplette Musikleistungskurs 11 stellte, waren die Inhalte der Studienfahrt in Berlin naturgegeben musikalisch eingefärbt. Drei Erfahrungen werden uns dabei besonders im Gedächtnis bleiben.

Der RIAS-Kammerchor, den wir einen Vormittag lang im Proben begleiten durften, stellt eines der besten Vokalensembles in Deutschland dar. Vom allerersten Moment an war der besondere Klang dieses Chores unüberhörbar. Die Feinheit und Akribie, mit denen Hans-Christoph Rademann die Probe an Mozarts großer c-Moll-Messe führte, die Probendisziplin und natürlich immer wieder das Klangergebnis waren beeindruckend.

Das Musikinstrumentenmuseum verblüffte mit einer Vielfalt an Exponaten aus 1000 Jahren europäischer Musikgeschichte. Dabei war erstaunlich, die Vorläufer und die Entwicklunsgeschichte der heute etablierten Musikinstrumente zu sehen, wie auch Instrumentenbauversuche, die eher in Sackgassen mündeten. Besonders beeindruckt hat uns wohl die Abteilung mechanischer Instrumente und z.T. Elektronischer Orgeln, die ganze Orchester imitieren konnten.

Schließlich sei noch unsere Vormittag in der Berliner Philharmonie erwähnt, die baulich schon beeindruckt, vielmehr aber noch, wenn man einem Orchester wie dem Deutschen Sinfonieorchester lauschen kann, was uns vergönnt war. Der homogene Streicherklang, die Klarheit der Holzbläser, das Zusammenspiel der Blechbläser und des ganzen Orchesters in Bruckners Erster Sinfonie waren erhebend!

Berlin war eine gesellige Zeit, mit viel Großstadtfeeling, Begegnung und Horizonterweiterung.

 




leistungskurskonzert

Traditionell präsentieren sich zum Schuljahresende die Musikleistungskurse der Klassenstufe 11 und 12 der Evangelischen Schulgemeinschaft von ihrer vielseitig klingenden Seite. Das nächste Konzert der Leistungskurse ist am 8.6.2012 in der Mauersberger-Aula.



„Was macht ihr denn da die ganze Zeit?"Leistungskursler Klasse 11 Sommerkonzert 2007

Leistungskurs Musik, Klasse 11 - Schuljahr 2007-2008

 

„Was macht ihr denn da die ganze Zeit?" - so eine typische Frage zum Musik-Leistungskurs. Die Meisten können sich gar nicht vorstellen, dass damit manchmal harte Arbeit verbunden und Musik eine richtige Wissenschaft ist.

Im Laufe des Schuljahres haben wir einen Streifzug durch die Musikgeschichte gemacht, verschiedenste Epochen und Satztechniken ergründet. Wir haben Werke analysiert, indem wir tief in die Strukturen der Musik eingedrungen sind. In der Musiktheorie haben wir uns bis in die Funktionsharmonik vorgearbeitet und sogar einige 4-stimmige Sätze geschrieben. Mit viel Überzeugungskraft ist es uns auch gelungen, manch komplizierte Theoriestunde in eine Probenstunde umzuwandeln, denn wir haben uns natürlich auch praktisch betätigt. Mit Herrn Zwiener, haben wir sowohl alte als auch neue E- und U-Musik eingeübt, gespürt und interpretiert. Wir hatten nicht nur selbst bei den Proben viel Spaß, sondern haben auch der Außenwelt teilweise sogar den Anschein gegeben, wir würden meditieren. Für Lärmbelästigung im Schulhaus haben wir außerdem gesorgt.Analysearbeit ...
Die neusten Erkenntnisse und den veränderten Blick auf die Musik konnten wir bei regelmäßigen Besuchen von Konzerten der Erzgebirgischen Philharmonie Aue anwenden. Ein weiterer schöner Akzent waren die Studienfahrten mit verschiedensten Museums- und Konzertbesuchen in Leipzig oder einem Musicalbesuch in London.
Möglichkeiten, uns selbst musikalisch auszuleben, boten z.B. die Museumsnacht, der Tag der offenen Tür, das Frühlingskonzert, ein Abend in der Bergkirche zur „Woche des Lebens" sowie der absolute Höhepunkt, das eigenständige Konzert am 12.07., was uns wieder einmal bewiesen hat, welch wunderschöne Atmosphäre unseren Kurs begleitet und was für ein großes Geschenk das ist. Wir alle empfinden es als die beste Entscheidung, Musik als Leistungskurs gewählt zu haben, sind traurig, dass schon 1 Jahr vorbei ist, aber freuen uns schon auf das kommende Jahr.
„Musik ist ein Geschenk des Himmels, sie erfreut die Seele und verjagt den Teufel." (Martin Luther)

Juliane Pöche

 


„Thank you for the Music"

- Leistungskurs Musik Klasse 12 2007-2008 -

Auch wir, die - inzwischen muss man ja schon sagen: ehemaligen - Musik-Leistungskursler der 12. Klasse (Rebecca Mann, Annemarie Markus, Daniela Mengdehl, Theresa Päßler und Michael Warnat) können auf ein ereignisreiches letztes Schuljahr zurückblicken.
Neben der Auseinandersetzung mit Musikgeschichte und -theorie bereitete uns besonders das gemeinsame Singen und Musizieren wieder viel Freude. So standen wir beispielsweise im Oktober 2006 anlässlich der Museumsnacht auf der Bühne, um in Zusammenarbeit mit dem Leistungskurs Kunst „Musik im Bilde" zu präsentieren. Kunst-Musik - Multimedialer Abend in der Annaberger Museumsnacht 2006
Im November 2006 hatten wir im Rahmen unserer Studienfahrt nach Wien die Möglichkeit, das Flair und die Vielfalt der Musikstadt hautnah mitzuerleben. So besuchten wir beispielsweise die Beethovenwohnung, das Haus der Musik, das Arnold-Schönberg-Center und sogar ein Konzert des berühmten Flamenco-Gitarristen Paco de Lucia. Auch beim Frühlingskonzert des EGE und beim Tag der Offenen Tür im März waren wir dabei.
Schließlich rückten auch unsere beiden Prüfungstage immer näher, wo wir nun unser Wissen und Können auf musikalischem Gebiet unter Beweis stellen sollten. Von den beiden vorgeschlagenen Aufgabenstellungen in der schriftlichen Prüfung wählten fast alle von uns zur Bearbeitung das Thema „Geistliche Vokalmusik in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts". Für die praktische Prüfung hatten wir uns neben den individuellen Solostücken das „Pater Noster" - eine fünfstimmige Vertonung des Vaterunser - als Ensemblestück ausgewählt, welches wir am Prüfungstag in der Sakristei der St. Annenkirche vortrugen. Stöhnt man auch manchmal über die Akustik im Gotteshaus - hier kam sie uns zu Hilfe, indem sie dem Stück einen besonders würdevollen Klang verlieh. Es folgte noch das Blattspiel - und schließlich war die Pflicht geschafft!
Als „Belohnung" war für den Abend ein Konzertbesuch im Leipziger Gewandhaus geplant. Auf dem Programm stand die monströse Turangalîla-Symphonie des französischen Komponisten Oliver Messiaen. Seine einzigartige Musiksprache (z.B. Imitieren von Vogelstimmen), der Klang des riesigen Orchesters mit einigen für uns bis dahin unbekannten Instrumenten (z.B. dem Ondes Martinot) waren schon faszinierend.
Doch nach der Pflicht - nämlich den bestandenen Abiprüfungen - kommt bekanntlich die Kür: Gemeinsam mit dem Musik-Leistungskurs der 11. Klasse durften wir am 12. Juli noch einmal eine Abendmusik in der Annaberger Bergkirche ausgestalten, was für uns 12-er ein wunderschöner, aber auch etwas wehmütiger Abschied war. Ich glaube, wir alle konnten von ganzem Herzen singen: „Thank you for the music"!
Vielen Dank auch an Herr Zwiener, für die unvergessliche gemeinsame Zeit!

Theresa Päßler