White Horse at EGE

Am 01.02.17 war es wieder so weit und die White Horse Company gab ihr jährliches Gastspiel an unserer Schule.

Wie in jedem Jahr gab es drei unterhaltsame Stücke in verschiedenen Niveaustufen zu sehen.

 Fear in the Forest

hieß es für die Klassen der Orientierungsstufe.

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 Es ist die alte Geschichte von Rotkäppchen, welches sich auf den Weg zur Großmutter macht. Doch dieses Mal heißt das kleine Mädchen Josie, das mit einem platten Fahrradreifen im Wald liegen bleibt. Die Atmosphäre ist düster, denn mitten im Gewitter gelangt die Kleine zu einem Spukhotel. Dort gibt es nicht nur seltsames Essen (Würstchen mit Ketchup, Senf und Vanillesauce!), sondern die Unterkunft wird vor allem von drei gruseligen Räubern bewirtschaftet, die Josie nachts ausrauben wollen. Dass die Drei bei ihrer Tatausführung so tollpatschig sind, sorgt für heiteres Lachen in den Zuschauerreihen, nicht zuletzt, weil der Räuber Zom jedes Mal einen seltsamen Tanz aufführt, wenn er daran denkt Josies „mobile phooooone" (Handy) zu stehlen. Das Ende kommt überraschend, denn zwei der Diebe trinken versehentlich einen Schlaftrunk, der eigentlich für Josie gedacht war, und schlafen dann friedlich ein. Der dritte im Bunde entpuppt sich plötzlich als Polizist, der sich nur als Räuber ausgegeben habe, um die beiden wirklichen Gangster zu überführen. Dies gelingt nun mit Hilfe der schlauen und tapferen Josie und sie kann ihren Weg zur Großmutter fortsetzen. Ein Happy End eines sowohl spannenden als auch sehr unterhaltsamen Theaterstückes.

 Drinking for Dummies

erlebten die Schüler der Klassen 7 bis 10 alpha.

   
Der unbeholfene und schüchterne Barney verliebt sich in die neue Mitschülerin Zola. Gute Ratschläge erhält er von seinem besten Freund Jake. Die Umsetzung seiner Anmachtipps offenbart Barneys Unerfahrenheit und ist Anlass lauten Gelächters im Publikum. Ihn bei seinen unbeholfenen Annäherungsversuchen - etwa an der Bushaltestelle - mitzuerleben, hatte viel Komödiantisches.

Ein weiterer Jakes „totsicherer" Tipps lautet: Locker werden! Um entsprechend relaxed und cool zu wirken, braucht es Alkohol. Viel Alkohol.
Schließlich soll Barney die verabredete Diskonacht mit Zola, Jake und Tamsin ans Ziel seiner Träume bringen. Nicht lange können die Freunde Jakes Überredungskünsten widerstehen.
Und vielfach gehen Wodkaflaschen durch die Clique. Schnell wird klar, dass sich die unerfahrenen Jugendlichen Zola und Barney dem Gruppenzwang nicht entziehen können. Und wieder wandert eine weitere Flasche von Mund zu Mund. Es dauert nicht lange bis der Alkohol seine Wirkung zeigt.

Durch den Einfluss von Alkohol geraten Jake, Zola und Barney außer Kontrolle. Nur Jakes Freundin Tamsin scheint ihr Limit zu kennen und kann doch den tragischen Verlauf dieser Partynacht nicht mehr abwenden. Ihr Freund Jake wird aggressiv, belästigt und bedrängt Zola. Zola wiederum ist so betrunken, dass sie sich mehrfach übergeben muss. Auch Barney ist wie von Sinnen und nicht mehr imstande seine Außenwelt wahrzunehmen. So bleibt er nachts auf dem Heimweg wie ein Hund auf dem kalten Asphalt liegen ohne auch nur zu ahnen, was ihm widerfahren wird.

Nun stehen noch drei von ihnen - diesmal nicht trunken vom Wodka, sondern trunken und paralysiert von einer Tragik, die sie ihr Leben nicht mehr loslassen wird, gequält von Fragen der Schuld und nach der Bedeutung von Freundschaft - vor einem Publikum, das noch versucht zu verstehen.

 

 The Merchant of Venice

ein Stück nach William Shakespeare bot anspruchsvolle Unterhaltung für unsere ältesten Schüler.



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Antonio ist ein venezianischer Kaufmann und möchte seinen Freund Bassanio unterstützen, der sich in Portia, eine reiche junge Adelige, verliebt hat. Um den Freund zu unterstützen macht Antonio Schulden, und zwar bei dem jüdischen Geldverleiher Shylock. Shylock wird von den Christen Venedigs verachtet und von Antonio öffentlich beleidigt. Nun hasst er Antonio stellvertretend für alle Christen. Er bietet an diesmal auf Zinsen zu verzichten. Als Sicherheit verlangt er nur  „ein Pfund Fleisch“ aus Antonios Körper, wenn das Geld nicht rechtzeitig zurückgezahlt wird. Antonio unterschreibt den Schuldschein, denn er ist  sicher, dass seine Handelsschiffe rechtzeitig und reich beladen nach Venedig zurückkehren.

Portias Vater hat ein Testament hinterlassen, das besagt, dass ihre Bewerber von drei Kästchen (einem goldenen, einem silbernen, einem bleiernen) das auswählen sollen, das Portias Bild enthält. Ansonsten muss er zeitlebens ehelos bleiben. Der erste Bewerber ist der geldgierige Prinz von Marokko. Er wählt das goldene Kästchen, denn auf dem bleiernen steht: „Wer mich wählt, muss alles geben und wagen, was er hat“, und für Blei will er nicht alles, was er hat, riskieren. Das silberne Kästchen deutet an: „Wer mich wählt, wird bekommen, was er verdient."

Auf dem goldenen aber steht: „Wer mich wählt, wird gewinnen, was viele begehren“, was für ihn ganz sicher auf Portia anspielt. Aber die goldene Kiste ist nicht die richtige und so muss er nun Junggeselle bleiben. Der zweite Bewerber ist der von sich selbst sehr überzeugte Prinz von Arragon. Er wählt das silberne Kästchen, weil er denkt, dass er Portia „verdiene“. Darin findet er jedoch nur einen Spiegel. Der letzte Bewerber ist schließlich Bassanio. Er bemerkt, dass die Zeile auf dem bleiernen Kästchen sich auf die Hochzeit als einen wichtigen Wendepunkt im Leben bezieht. Er wählt das richtige Kästchen und darf Portia heiraten.

Zurück in Venedig, findet er Antonio sehr besorgt, denn die Schiffe sind verschollen und er kann seine Schulden nicht zurückzahlen. Shylock wetzt schon sein Messer, als der junge „Anwalt" Balthasar – der aber in Wirklichkeit Portia in Verkleidung ist – erscheint und in letzter Minute die Lösung präsentiert: Zwar habe Shylock vertragsgemäß Anspruch auf das Fleisch, nicht jedoch auf das Blut Antonios, er dürfe also beim Herausschneiden keinen Tropfen Blut vergießen. Tue er es doch, so drohe ihm die Todesstrafe und alle seine Güter würden vom Staat beschlagnahmt. Nun muss der Gläubiger seine Niederlage eingestehen.  Der gebrochene Shylock erklärt sich zu allem bereit und zum glücklichen Ende erfährt Antonio, dass seine Schiffe doch noch sicher im Hafen angekommen sind.

Durch eine Verlegung des Dramas in das Venedig vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges zeigte der Stoff eine  erstaunliche Aktualität.