Besuch bei unseren Nachbarn

Auf der Suche nach Verbindungen

An den drei letzten Tagen vor den Osterferien machten wir, einige Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10, uns auf in einen dreitägigen Ausflug in unser Nachbarland Tschechien, um in Lesna mit Schülern unserer Partnerschule in Kaden die Wurzeln unserer Heimat zu verfolgen. Dabei stand der Austausch in Verbindung mit Erlebnissen und Traditionen des Erzgebirges im Vordergrund. Beginnend führten wir Teambuilding-Maßnahmen durch, um das Eis zu brechen, Vorurteile zu klären und sich spielerisch näher zu kommen. Bei strahlendem Wetter betätigten wir uns auf dem nahegelegenen Sportplatz oder verbrachten die Zeit auf einem mehrsprachigen Spielplatz. Nach dem gemeinsamen Abendessen tauschten wir eigens dafür mitgebrachte Gegenstände aus, um nach einer Verbindung zu dieser Person oder einer Geschichte dahinter zu suchen.

Der nächste Tag begann sehr regnerisch und war voller spannender Outdoor-Aktivitäten. In kleineren deutsch-tschechischen Gruppen führten wir am Vormittag eine GPS-Schnitzeljagd durch und erkundeten so das Gelände und den Ort Lesna. Nach überraschenden Begegnungen mit gereizten Schafen und einem sehr windigen Ausflug, genossen wir unser Mittagessen im Restaurant unserer Unterkunft. Danach wurde uns die Geschichte dieser Umgebung und das Alterzgebirgische Leben nähergebracht, was wir in einem als Museum gebauten Wohnhaus nach historischem Vorbild anschauen konnten, wo wir für die damalige Zeit typische Freizeitbeschäftigungen, wie z.B. das Filzen, ausprobierten.

Im Anschluss ging es in den umliegenden Wald, in dem wir – ausgerüstet mit Metalldetektoren und Schaufeln – nach metallischen Überresten des 2. Weltkrieges, der auch auf diesem Gebiet tobte, suchten. Da wir leider kein Gewehrgehäuse fanden, gaben wir uns mit ein paar Metallplatten zufrieden. Nach dem Abendessen reflektierten wir unsere Erlebnisse und Erfahrungen der letzten zwei Tage in einer gemeinsamen Runde und stellten fest, dass wir viel über uns selbst und auch die anderen gelernt haben. Wir konnten Kontakte knüpfen, die uns bereicherten und gemeinsam unsere erzgebirgische Heimat erleben. Das machte den Kulturaustausch mit unseren „Nachbarn“ besonders wertvoll.

Schnell war der letzte Tag ereilt, an dem wir uns voneinander verabschiedeten. Zusammen verbrachten wir den Vormittag damit, uns in verschiedenen Stationen mit der Bedeutung des Erzgebirges als Heimat- und Ausflugsort zu beschäftigen. Gegenseitig brachten wir uns bekannte Städte, Traditionen und Bräuche aus dem jeweiligen Land näher. Schließlich ging es im Reisebus wieder zurück in die Heimat - doch natürlich nicht, ohne zuvor ein abschließendes Gruppenfoto zu schießen.