Mit drei Mal Silber und zwei Mal Bronze vertritt die EGE das Erzgebirge würdig im Regionalfinale im Volleyball

Nachdem sich im November und Dezember 2025 in den Erzgebirgsfinals im Rahmen des Bundeswettbewerbs der Schulen „Jugend trainiert für Olympia“ gleich fünf Mannschaften der EGE für das Regionalfinale qualifiziert hatten, wussten die beiden Jungenteams und die Mädchen der WK IV nicht, was sie in Oederan erwarten wird. Denn zum ersten Mal hatten es auch die Jungen der EGE geschafft, sich für die regionale Ebene zu qualifizieren und dann auch gleich noch in zwei Altersklassen. In der Großfeldhalle in Oederan traten die Jungen der EGE am Montag, den 12.01.2026 und die Mädchen einen Tag später, am Dienstag, den 13.1.2026 jeweils gegen die zwei anderen Vorrunden-Siegermannschaften der Schulen aus Mittelsachsen und Chemnitz an. Mit einem Sonderbus wurden die Jungen und einen Tag später die Mädchen in einer guten Stunde durch die ländlich schöne Landschaft des Erzgebirges nach Oederan gebracht, wo sie sich gleich erwärmten, einspielten und natürlich auch die gegnerischen Mannschaften in Beobachtung nahmen. Nach der offiziellen Begrüßung der Mannschaften durch die Turnierleitung spielten auf insgesamt drei Feldern die jeweils qualifizierten Mannschaften in den drei Wettkampfklassen WK IV (Kl. 5-7), WK III (Kl. 7-9) und WK II (Kl. 9-11) im Modus „Jeder gegen Jeden“ in zwei Gewinnsätzen bis 25 gegeneinander.

                       

Beide Jungenmannschaften konnten sich im ersten Spiel jeweils sehr deutlich mit 2:0 Sätzen gegen die Chemnitzer Teams durchsetzen und zeigten dabei ein feineres Händchen mit technisch sauberem Spiel. Damit standen beide Jungenteams im Finalspiel gegen die Teams des Gymnasiums Frankenberg. Die Jungen der WK IV auf dem kleineren Feld mussten sich nach zwei Sätzen mit nur wenigen Punkten Unterschied den körperlich dominanten Spielern des Gegners mit sehr gut platzierten Bällen geschlagen geben. Die Jungen der WK III kämpften im Finalspiel um jeden Ball und konnten sich im Verlaufe des Spieles auch Vorteile und Führungen erspielen. Dabei waren von außen auf beiden Seiten einige herausragende Angriffe und exakt gelegte Bälle zu bejubeln. Am Ende fehlten dann aber immer noch wenige kleine Punkte, um den Satz für sich zu entscheiden. Nach insgesamt drei Stunden Spielzeit konnten sich beide Jungenteams der EGE über zwei großartige 2. Plätze freuen und voller Stolz die Silbermedaillen entgegennehmen.

Bei den Mädchen einen Tag später war auf allen Feldern der Halle jeweils ein Team der EGE vertreten. Bereits nach dem ersten einstündigen Spiel der WK IV und der WK II waren sowohl die Spielerinnen auf dem Feld als auch die betreuenden Lehrer Herr Bergelt und Herr Bach nach einem Wechselbad der Gefühle emotional völlig am Ende. Bereits vor dem Spiel war klar, dass es die kleinen Mädchen der WK IV gegen das Gymnasium Frankenberg und die großen Mädchen der EGE in der WK II gegen die Spielerinnen des Andre-Gymnasiums Chemnitz, die sich erfahrungsgemäß fast alljährlich für die nächste Runde qualifizieren, teilweise auch 3.-Liga-Erfahrung haben und im sächsischen Volleyball-Nachwuchskader stehen, schwer haben werden. Aber mit so einem spielerischen und technischen Leistungsunterschied und nicht dem Hauch einer Chance hatte niemand gerechnet. So verloren beide EGE-Teams desaströs mit 6:25 und 9:25 ihren ersten Satz. Aber es ist NIE unmöglich, etwas zu erreichen! Ohne sich aufzugeben und mit einem nicht zu bändigendem Willen kämpften die Mädchen mit tollem Zusammenhalt in ihren zweiten Sätzen um jeden Ball und konnten diesen absolut überraschend für sich entscheiden. Dabei verbissen sich die Mädchen der WK II regelrecht ins Spiel und konnten einen 13:19 Rückstand vorher unvorstellbar noch aufholen und mit 25:23 gewinnen. Die fassungslosen und konsternierten Gegnerinnen schafften es nicht, den jeweils verlorenen Satz zu verdauen und verloren schließlich auch noch den entscheidenden Tie-Break. Erstmals gelang es der EGE-Mädchenmannschaft, als erster erzgebirgischer Mannschaft überhaupt in der WK II gegen ein Chemnitzer Gymnasium zu siegen. Dahingegen setzte sich die EGE-Mädchenmannschaft der WK III absolut souverän und unaufgeregt mit technisch hervorragendem Spiel, starken Aufschlägen, Angriffen und gut platzierten Bällen gegen das Mädchenteam des Andre-Gymnasiums Chemnitz durch. Das Finalspiel konnte keines der Mädchenteams für sich entscheiden und so verloren alle drei EGE-Mannschaften mit jeweils 0:2 gegen die starken Mädchenmannschaften aus Brand-Erbisdorf, Frankenberg und Chemnitz. Am Ende konnten sich die starken Mädchen der WK III über Silber freuen. Da in der WK II und WK IV alle Mädchenteams jeweils ein Spiel verloren und eines gewonnen hatten, entschied am Ende das Satzverhältnis, was zu Ungunsten der EGE-Teams stand, die aber am Ende doch voller Stolz die Bronzemedaille in Empfang nehmen durften.

           

Das Regionalfinale Volleyball 2026 in Oederan hat deutlich gezeigt, was Motivation, Kampfgeist, Wille und Einstellung ausmachen können, dass im Volleyball Unmögliches am Ende doch möglich werden kann und sich auch spielerisch vermeintlich „schwächere“ gegen „stärkere“ Teams durchsetzen und behaupten können. Das steigert die Vorfreude auf die zukünftigen Turniere.

Allen Mädchen- und Jungenmannschaften der EGE an dieser Stelle HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zu diesen großartigen Leistungen im Regionalfinale 2026 und den tollen Ergebnissen und weiterhin viel Freude am Volleyballspielen. Macht weiter so und bleibt am Ball!